Blogparade: Warum läufst Du eigentlich?


Das ist unser (erster) Beitrag zur Blogparade von "Eddys Laufblog", die im Dezember 2016 startete und am 31. Januar endet. Im Februar schreibt Eduard (Eddy) Andrae in seinem Laufblog eine Zusammenfassung bzw. Auswertung der bis dahin "hoffentlich unglaublich zahlreich" veröffentlichten Beiträge. :-) 


"Eddys Laufblog" fragt: Tobias Henne antwortet!


Warum läufst Du? Was ist Deine Motivation für dieses schönste Hobby der Welt? Oder ist es für Dich sogar viel mehr, als nur Spaß? Erzähl doch mal!

Laufen und generell Ausdauersport ist für mich eine Lebenseinstellung. Aktiv unterwegs zu sein, sich täglich zu bewegen und dabei die Natur und sich selber immer wieder neu kennen zu lernen, dass ist was das Thema Laufen für mich so spannend macht.
Laufen ist ein Sport, den man prinzipiell überall und auch ohne große Vorbereitung betreiben kann!
Meine skurrilsten Laufdestinationen waren wohl Tokio, New Dehli und Alice Springs! Umringt von tausenden Pendlern nahe Shinjuku Station oder mitten im Australischen Outback. Laufen geht immer!
Offen bleibt, was die Menschen wohl gedacht haben, als mitten in der Rushhour so ein Typ seinen 10km-Trainingslauf absolvierte...

Der Drang nach einem erfüllten Leben mit Ausdauersport war bei mir so groß, dass ich nach 20 Jahren erfolgreichem Arbeiten und Karriere in der Industrie meinen Job in 2016 an den Nagel gehängt habe, um mich als Trainer und Coach zu betätigen. Insbesondere in Zeiten von Smart Phone und dauerndem Leistungsdruck möchte ich unseren Kindern den Spaß an der Bewegung aufzeigen und arbeite u.a. als Leichtathletik-Trainer und unterstütze den Lehrerstab an Grundschulen.


Seit wann läufst Du? Bitte schreib da jetzt kein Datum hin, sondern gern eine Angabe in Jahren und/oder Monaten.

Ich war sehr spät dran mit dem Laufen – wenn man meine Eltern fragt! Also so mit 18 Monaten habe ich wohl meine ersten eigenständigen Schritte gemacht und bin jetzt etwas mehr als 40 Jahre dabei ;-)
Spaß beiseite! Ich habe mit 7 Jahren mit dem Schwimmen als Sport begonnen und irgendwann mussten wir mit unserem Trainer auch einmal die Woche Laufen gehen. Und was soll ich sagen, das Laufen lief bei mir besser als das Schwimmen. Trotzdem bin ich dem Schwimmen treu geblieben und habe das Laufen nebenbei immer mehr forciert.
Mein erstes offizielles Rennen war dann mit 15 Jahren der 10km-Straßenlauf, der im Rahmen des Kassel Marathon 1991 ausgetragen wurde.
Die Zeit: 36:30min!


Was sind Deine Rekorde? Was gilt es auf jeden Fall festzuhalten: Dein schnellster Lauf, die längste Distanz, die meisten Höhenmeter – oder was ganz anderes?

Rekord(e)? Hat jeder Läufer, der mindestens einmal eine offiziell vermessene Strecke gelaufen ist! Ich habe das relativ oft betrieben, schwerpunktmäßig auf der 10km- und Halbmarathondistanz. 

Mein wohl bester Lauf war der Paderborner Osterlauf 2005. Frisch verliebt in eine Laufkollegin blieb die Uhr auf der Halbmarathonstrecke bei 1:10:38h stehen. Damit war ich Zehnter und bester Deutscher! Ein Jahr später haben wir geheiratet und diese Zeit ist bis heute unangetastet geblieben.
Der Marathon war nie mein bester Freund. Ich habe mir mehrmals die Zähne an der 2:30h-Schallmauer ausgebissen. Es sollte irgendwie nicht sein!


Was ist Dein allerschönstes Lauf-Erlebnis? Bring es auf den Punkt: welches Laufereignis ist bislang Dein absolutes Highlight?

Da gibt es kein langes Nachdenken: der Halbmarathon im Rahmen des Sydney Marathon 2006! Ich war beruflich in Australien und es war schon ein witziger Zufall, dass ich genau an diesem einen Wochenende in Sydney sein sollte. Start war 6:30Uhr, da es im September in Australien sehr heiß werden kann. Direkt nach dem Start kam auch schon das absolute Highlight auf uns zu: der Lauf über die nur einmal im Jahr für den Verkehr voll gesperrte Harbour-Bridge (die mit den Olympischen Ringen!). Im Sonnenaufgang ging es dann durch das Bankenviertel mit seinen vielen Hochhäusern, vorbei an Circular Quay und dem ältesten Stadtteil The Rocks.


Das Ziel war direkt vor der Sydney Opera. Als ich 300m vor dem Ziel war, ist der Zielsprecher vollkommen ausgerastet:

„…and now coming in 10th, ...it‘s Tobias, …what the hell? ...HE'S FROM GERMANY!!!!“.

Und damit nicht genug! Der After-Race-Bereich war im Botanischen Garten von Sydney aufgebaut.
Wie cool war das denn...!



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