Nordhessencup im Gespräch: Armin Hast mit einer ganz persönlichen Jahresbilanz inklusive Ausblick auf 2018

Das Jahr 2017 neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Auch im Nordhessencup ist es daher an der Zeit für eine Bilanz der letzten 12 Monate und einen Ausblick auf 2018. Und wer könnte das besser als Armin Hast,  der erste Vorsitzende des Nordhessencup e.V.? Also, ran an die Buletten.



Immer ein Lächeln auf dem Lippen: Armin Hast, hier beim letztjährigen Pressegespräch in der Kasseler Niederlassung der BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN.


Hallo Armin, das Ende dieser Saison liegt mittlerweile schon einige Monate zurück. Wie überbrückst du die Zeit bis zum Start in die Saison 2018?
Nach dem sportlichen Ende der Saison bestand meine Aufgabe darin, die Abschlussveranstaltung in Abstimmung mit den TSV Rot-Weiß Körle vorzubereiten. Hierzu musste ich mich um die Beschaffung und den Ausdruck der individuellen Urkunden kümmern. Parallel dazu habe ich die Pokale und Medaillen ausgesucht und bestellt. Nach der erfolgreichen Abschlussveranstaltung habe ich mich um das Ausschreibungsheft für das Jahr 2018 gekümmert, das mittlerweile gedruckt ist und erstmals bereits beim Silvesterlauf in Kaufungen ausliegen wird.
Sportlich gesehen bin ich im Prinzip fast jeden Tag laufenderweise entweder in den Fuldawiesen zwischen Bebra und Rotenburg oder an den Wochenenden im Wald unterwegs. Glücklicherweise werden die Tage ja bald wieder länger, so dass die Läufe in der Dunkelheit in absehbarer Zeit weniger werden. Vor vier Wochen war ich bereits zum fünften Mal mit Freunden zu einem 15 km-Lauf mit über 20.000 Teilnehmern in den Niederlanden. Es handelt sich um den Siebenhügellauf in Nijmegen, eine Veranstaltung, die ich nur weiterempfehlen kann.
Als nächstes steht am zweiten Weihnachtstag unserer traditioneller Weihnachtslauftreff auf dem Programm. Dort treffen wir auf den Weihnachtsmann, der Glühwein und Kinderpunsch ausschenkt. Als Dank singen wir ihm zwei leicht abgewandelte Weihnachtslieder, bevor es zum gemütlichen Ausklang zurück zur Mehrzweckhalle nach Breitenbach geht. Wer mitlaufen möchte, ist herzlich willkommen. Fast schon traditionell beende ich das Laufjahr mit dem Silvesterlauf in Kaufungen, wo man noch einmal viele Bekannte trifft. Für den Januar 2018 hoffe ich auf ein wenig Schnee, damit ich auch einmal wieder auf dem Meißner oder auf anderen Loipen Skilanglauf machen kann.
Ansonsten werde ich mich auf die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften, die Anfang April in Hannover stattfinden, vorbereiten. Als Zwischenziel dient hier unser 1. Fuldawiesenlauf am 4. März 2018, der unsere bisherige Winterlaufserie ersetzt. Wie du sieht, wird es mir in keinster Weise langweilig und ich muss mich glücklicherweise nicht mit Motivationsproblemen beschäftigen.


Werfen wir nochmal einen Blick zurück: der Nordhessencup 2017 stand unter dem Spenden-Motto „Laufen tut gut, laufend Gutes tun“. Wie fällt dein persönliches Fazit zu dieser besonderen Aktion von uns Sponsoren aus? Was haben wir erreicht, was vielleicht auch nicht?
Ich persönlich fand es gut, dass sich alle Sponsoren neben der finanziellen Unterstützung des Nordhessencups auch finanziell für ein soziales Projekt engagiert haben. Durch die gestiegene Anzahl an Läufern ist ein ansehnlicher Betrag zusammen gekommen, der dem Verein „Jumpers“ einen guten Einstieg in die geplanten Projekte ermöglichen sollte. Gefreut hätte ich mich, wenn auch zusätzlich zu dem Nordhessencuplauf in Kaufungen einige von „Jumpers“ bereits unterstützte Schüler und Jugendliche an unseren Veranstaltungen teilgenommen hätten, um ein wenig Werbung in eigener Sache machen zu können und zu zeigen, dass das von Euch gespendete mit Erfolg eingesetzt wird.


Die kommende Saison bringt einige Neuerungen mit sich, beispielsweise im Hinblick auf die Zeitmessung aber auch durch neu hinzukommende Veranstalter. Kannst du das an dieser Stelle mal etwas genauer erläutern?
Besonders erfreulich finde ich, dass nach dem TSV Niedermeiser (2016), dem WVC Kassel (2017) mit der LG Vellmar auch 2018 ein weiterer neuer Veranstalter hinzukommt, so dass der Nordhessencup nun wieder aus insgesamt 19 Veranstaltungen besteht. Es ist schön, dass gegen den allgemeinen Trend neue Veranstaltungen entstehen, die auf Anhieb Interesse bei den Läuferinnen und Läufern erwecken.
Im Bereich der Auswertung gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft. Seit ein paar Jahren wird von den Veranstaltern fast ausschließlich das Programm „RaceResult“ verwendet. Der Anbieter favorisiert die vollelektronische Zeitmessung, die von uns bisher verwandte Form der Handzeitmessung ist bei den neuen Programmversionen nicht mehr vorgesehen. Aus diesem Grund und um die Auswertung zu optimieren, haben wir die Einführung einer vollelektronischen Zeitmessung ab dem Jahr 2018 beschlossen. Das nötige Equipment wurde bereits beschafft. Auch hat Ende November bereits eine erste Informationsveranstaltung stattgefunden, um zu gewährleisten, dass nach Möglichkeit bei der Handhabung und Auswertung keine Pannen passieren. Leider ist dieses System nicht kostenlos: Da wir Startnummern mit Transpondern kaufen müssen, waren wir gezwungen das Startgeld für Erwachsen von 4,50 EUR auf 6,50 EUR und das Startgeld für Schüler und Jugendliche von 1,50 EUR auf 3,00 EUR zu erhöhen. Wir hoffen, dass diese notwendige Startgelderhöhung einigermaßen auf Akzeptanz stößt.
In der Kombiwertung für die Erwachsenen wird es ab dem kommenden Jahr zudem die gleiche Fünfjahreswertung wie über die 5, 10 und 20 km-Distanz geben. Ziel dieser Änderung ist es, einerseits die Kombiwertung attraktiver zu machen und andererseits die Läuferinnen und Läufer dazu zu motivieren, auch mehrmals die Langstrecke in Angriff zu nehmen, denn gerade auf der Langstrecke war in den letzten Jahren ein deutlicher Teilnehmerrückgang zu verzeichnen.


Mal ganz unabhängig vom NHC: Auf was freust du dich 2018 ganz persönlich am meisten?
Der größte Wunsch für das Jahr 2018 ist nach wie vor Gesundheit, denn wenn die vorhanden ist, kann man sich auf alle Dinge, die man für das kommende Jahr geplant hat, besonders freuen und diese Dinge genießen. Besonders freue ich mich auf unsere „Aktivurlaube“, bei denen wir auf dem Rad oder zu Fuß in den letzten Jahren sportliche Gesichtspunkte sehr gut mit Erholung, Kultur und beeindruckenden Bildern und Erlebnissen verbinden konnten.


Was möchtest du den Läuferinnen und Läufern aber auch den unzähligen ehremamtlichen Helferinnen und Helfern zum Anschluss des Jahres noch mitgeben?
Ich wünsche ich allen ein frohes und stressfreies Weihnachtsfest, einen guten Start in das Jahr 2018 und vor allen Dingen viel Gesundheit.


Vielen Dank für das Gespräch.